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  • Joanna C. Schröder

"Mich mit meiner Identität auseinanderzusetzen, hatte etwas sehr Befreiendes."

Updated: Oct 24, 2019


"Ich schreibe über den langen und intensiven Weg zurück zu mir, zu meiner Identität und zu meinem Ursprungsland Äthiopien", erzählt Sara Nuru (links). Ihr Buch "ROOTS" ist seit dem 14.10. im Handel erhältlich.


Wie ist es das erste Schwarze Baby in einer bayerischen Kleinstadt zu sein? Wie ist es als erste Schwarze Frau "Germanys Next Topmodel" zu gewinnen? Wie funktioniert Integration ohne die eigenen Wurzeln zu verlieren? Und was hat das alles mit Kaffee zu tun? Antworten liefert Sara Nurus Buch "Roots", das am 14.10. erschienen ist.

Folgend erzählt Sara Nuru, wie sie dazu kam, mit 29 Jahren eine Biographie zu schreiben und mit welchen Gedanken und Ängste sie während des Prozess zu kämpfen hatte.


6 Schritte zu "ROOTS"

von Sara Nuru


Ich hoffe, dass sich jeder mit einer Einwanderungsgeschichte in diesem Buch wiederfindet. Unabhängig von den Umständen der Einwanderung. Es ist erstaunlich zu hören, wie viele sich in den kleinen Dialogen meiner Familie wiederfinden - vor allem, wie erleichtert sie sind, zu hören, dass es anderen ähnlich ging.

  1. Auf den Gedanken ein Buch zu schreiben, kam ich erst, als Verlage auf mich zukamen. Ich war sehr unsicher und dachte, warum sollte ich, zu dem Zeitpunkt 29 Jahre alt, ein Buch schreiben? Es ist doch zu früh für eine Biographie! 

  2. Ich musste erst eine Blockade überwinden, die mit Angst verbunden war. Wer sollte bitte mein Buch lesen? Nach der ersten Welle, habe ich dann überlegt und auch an meine Schwester gedacht, die erst 16 Jahre alt ist. Wen hat sie als Vorbild? An welcher Person of Color kann sie sich orientieren? Was für ein Buch hätte ich in ihrem Alter gerne gelesen? Nachdem diese Gedanken mich ermutigt haben, ging es dann schnell an die Umsetzung.

  3. Ich war mir alles andere als sicher, dass ich ein Buch schreiben kann. Die Vorstellung über 230 Seiten zu schreiben, kann einem Angst einjagen. Zum Glück hatte ich eine Co-Autorin, die mir geholfen hat, das Buch zu schreiben.

  4. Ich habe nur wenigen Menschen mitgeteilt, dass ich ein Buch schreibe. Von denen habe ich so motivierenden Zuspruch erhalten, dass ich wusste, meine Entscheidung war eine gute.

  5. Die Idee zu dem Titel war gefunden, nachdem ich das Buch fertig geschrieben habe. Das Buch beschreibt den langen und intensiven Weg zurück zu mir, zu meiner Identität und zu meinem Ursprungsland Äthiopien - der Titel "Roots" war für mich sehr naheliegend.

  6. Mich mit meiner Identität und meiner Vergangenheit auseinanderzusetzen, hatte etwas sehr Befreiendes. Ich war wirklich froh, mir keine Geschichte ausdenken zu müssen.




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